Drei Dinge für’s Schreiben

Aus aktuellem Anlass möchte ich darauf hinweisen, dass man für das Schreiben drei Dinge machen sollte. Zumindest aus meiner Erfahrung, die – zugegebenermaßen – für die meisten keine Relevanz haben wird.

1. Schreibt
2. Lest
3. Lest und hört Schreibratgeber, Schreibratgeberseiten, Schreibpodcasts, Bücher über das Schreiben etc. pp.

Im Punkt 3 verbergen sich eine Menge Menge Menge wichtiger Dinge, die ich nicht weiter ausführen werde oder überhaupt nur kann.
Dafür hat Berners-Lee das Internet erfunden.
Und Gutenberg den Buchdruck.
Zwei Aussagen, die so nicht ganz stimmen – aber was soll’s…

https://autorentraining.wordpress.com/tag/testleser/
http://www.professionelles-lektorat.de/blog/5-fehler-die-man-beim-schreiben-von-romanen-machen-kann/
http://autorwerden.net/5-fehler-die-sie-vermeiden-sollten/
http://www.schreibplattform.de/15-fakten-kennen-bevors-ans-buch-schreiben-geht/

und so weiter.
Gerne auch den Podcast der Schreibdilettanten oder die diversen englischen Podcasts, allen voran writing excuses.

Frauen im Fahrstuhl

Auf der Arbeit im Vorstandsgebäude.
Ich steige in den Fahrstuhl und mit mir zwei junge Herren und zwei Damen, nicht mehr ganz so jung.
Die Männer unterhalten sich auf Junghengstart.
Dritter Stock, einer steigt aus.
“Wir sehen uns.”
“Mach’s gut Alter.”
Wisst schon.
Fünfter Stock, der andere junge Mann steigt aus.
Ohne Verabschiedung in unsere Richtung.
Ich bin allein mit den zwei Damen – ich möchte aber betonen, dass es sich um einen Glasaufzug handelt, und alles einsehbar ist.
Die eine sagt gerade “und die ist doch auch schon 43 oder so.”
“Nene”, sagt die andere. “Die ist schon älter.”
Dann ein paar Worte, die ich nicht verstehe und dann:
“Mal ehrlich. Da würde ich mir doch lieber sofort einen Callboy holen. Der besorgt’s mir dann aber auch genau so, wie ich das will.”
Kurzes Schweigen.
Der sechste Stock.
Ein unerotischer Blick in meine Richtung, Gegrinse und die beiden verlassen den Aufzug.
Seitdem überlege ich wie das ist mit dem Sexismus und dem Sexual Harrasment.
Bin ich ein Opfer, weil man in meiner Anwesenheit so geredet hat?
Oder weil ich anscheinend nicht erotisch genug rüberkam?
Oder weil man mich im Grunde ignoriert hat, nach dem die beiden jungen Hengste raus waren?
Lustig war es auf jeden Fall.